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Glossar Bildungsplan

Fachbegriffe im Zusammenhang mit dem Bildungsplan

(aktualisiert am 28.10.2010):

 

BILDUNGSSTANDARDS
Bildungsstandards legen fest, über welche fachlichen, personalen, sozialen und methodischen Kompetenzen Schülerinnen und Schüler zu einem bestimmten Zeitpunkt verfügen müssen.


Im Gegensatz zu den Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK), die abschlussbezogen und schulartübergreifend für einzelne Fächer erstellt wurden, gibt es in Baden-Württemberg für jedes Fach und jeden Fächerverbund sowie für jede Schulart im Zwei- beziehungsweise Dreijahres-rhythmus je einen Bildungsstandard.

 

KOMPETENZ
Der den Bildungsstandards zugrunde liegende Kompetenzbegriff wurde von Hartmut von Hentig in der Einführung aller Bildungspläne beschrieben und um-fasst Einstellungen, Fähigkeiten und Kenntnisse.

 

NIVEAUKONKRETISIERUNGEN
Niveaukonkretisierungen verdeutlichen das Anforderungsniveau der Bildungs-standards. Sie bilden anhand exemplarischer Problemstellungen ein mittleres Anforderungsprofil ab und definieren einen Leistungskorridor als verbindliche Leitlinie für die Unterrichtsplanung und die Überprüfung des Unterrichtserfolgs.

 

KERNCURRICULUM
In den Bildungsstandards werden verbindliche Inhalte vorgegeben, die zu einem Kerncurriculum geformt wurden. Die Inhalte sind so ausgewählt, dass sie in rund zwei Dritteln der verfügbaren Unterrichtszeit erarbeitet werden können. Das Kerncurriculum wird durch das Schulcurriculum ergänzt, vertieft und sichert dessen Freiraum.

 

SCHULCURRICULUM
Das Schulcurriculum soll von der Schule selbst erarbeitet werden und dient der Vertiefung und Erweiterung der inhaltlichen Vorgaben der Bildungsstandards. Es folgt mit zusätzlichen fachlichen wie überfachlichen Inhalten und Unterrichts-angeboten den Leitgedanken der einzelnen Fächer und Fächerverbünde. Für die Ausgestaltung des Schulcurriculums steht jeder Schule etwa ein Drittel der Unterrichtszeit zur Verfügung. Durch die Vertiefung und Erweiterung des Kern-curriculums im Schulcurriculum entsteht ein schulisches Gesamtcurriculum.

 

KONTINGENTSTUNDENTAFEL
Die Kontingentstundentafel einer Schulart legt die Gesamtzahl der Jahres-wochenstunden in einem Fach, einem Fächerverbund oder in einer Fächer-gruppe für mehrere Jahrgangsstufen fest. Wie diese Jahreswochenstunden auf die beteiligten Fächer und Schuljahre verteilt werden, entscheidet die Schule, sie kann damit eigene Schwerpunkte setzen.

 

FÄCHERVERBÜNDE
Die Fächerverbünde dienen dem problemorientierten Lernen und schulen das Denken in Zusammenhängen. In der Grundschule wurden die Fächer Textiles Werken/Bildende Kunst, Heimat- und Sachunterricht und Musik zum Fächer-verbund "Mensch, Natur und Kultur" (MeNuK) zusammengefasst. Der zweite neue Fächerverbund heißt "Bewegung, Sport und Spiel" (BSS). Das Fremd-sprachenlernen in der Grundschule FLIG kam mit dem Fach Englisch ab Klasse hinzu. An Hauptschulen gibt es vier neue Verbünde. Was bisher Erdkunde, Geschichte und Gemeinschaftskunde war, wird zum Verbund "Welt, Zeit, Gesellschaft" (WZG), der zweite Komplex ist "Materie, Natur, Technik" (MNT); zu "Wirtschaft, Arbeit, Gesundheit" (WAG) gehören Technik und Hauswirtschaft. Der vierte Verbund ist "Musik, Sport, Gestalten" (MSG).

 

EVALUATION
Evaluation allgemein bedeutet Bewertung. Im Zusammenhang mit der Schule und der Bildungsplanreform versteht man unter dem Begriff die systematisch durchgeführte Untersuchung und Bewertung von Prozessen und Ergebnissen von Schule und Unterricht. Sie dient der Sicherung und Weiterentwicklung der schulischen Qualität. Entscheidend dabei ist, dass aus den Ergebnissen von Evaluationen Konsequenzen gezogen werden. Mit Beginn des Schuljahres 2007/2008 wurde die Selbstevaluation, zum Schuljahr 2008/2009 die Fremd-evaluation an den Schulen verpflichtend eingeführt.

 

VERGLEICHSARBEITEN
Vergleichsarbeiten sind standardisierte Tests mit zentral gestellten Aufgaben, die alle Schülerinnen und Schüler der betreffenden Jahrgangsstufen zu vorgegebenen Terminen bearbeiten. Die Vergleichsarbeiten geben Rück-meldung darüber, inwieweit die Schülerinnen und Schüler die im Bildungsplan aufgeführten Kompetenzen in den überprüften Fächern erreicht haben, geben Auskunft über individuelle Lernstände und unterstützen damit die Planung von Förderkonzepten. Sie werden nicht benotet und sind Instrument der Selbst-evaluation.

 

LEITBILD
Im Leitbild legt die Schule fest, was sie an übergeordneten Zielsetzungen erreichen will. Es ist auf die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Schule abgestimmt; an ihm orientieren sich die konzeptionellen Aktivitäten der Schule.

 

WERKREALSCHULE / HAUPTSCHULE
Auch für die Hauptschulen gilt der Bildungsplan 2010 Werkrealschule. Nähere Informationen entnehmen Sie der Homepage des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg. In der Georg-Hager-Schule werden ab dem Schuljahr 2010/2011 die Wahlpflichtfächer ab Klasse 8 angeboten.

1. Fächerverbund „Gesundheit und Soziales“ (GuS)
2. Fächerverbund „Natur und Technik“ (NuT)
3. Fächerverbund „Wirtschaft und Informationstechnik“ (WuI)

 

Die jetzige Klasse 8 wählte GuS und NuT aus. Die Lehrkräfte der Schule werden durch regionale Fortbildungen des Staatlichen Schulamtes Ludwigsburg weiterqualifiziert.

 

Zur individuellen Förderung unserer Schülerinnen und Schüler werden verschiedene Tests, wie z. B. die AC-Kompetenzanalyse in Klasse 7 durchgeführt. Hierzu werden analog zu einem Assessment-Center-Verfahren (AC) den Schülern verschiedene Aufgaben gestellt, die sie teilweise eigenverantwortlich und selbstständig („Personale  Kompetenz“) oder auch in einer Kleingruppe („Soziale Kompetenz/Teamfähigkeit“) lösen müssen. Zuletzt erfolgt die Auswertung mit einem Stärken- und Schwächen-Profil. Dieses Diagnoseverfahren ist eine wichtige Rückmeldung für Schüler, Lehrer und Eltern und zeigt an, wo weitere Förderung ansetzen muss.

 

In den vergangenen Jahren fanden unsere  Hauptschulabsolventen der Georg-Hager-Schule größtenteils einen Ausbildungsplatz bzw. qualifizierten sich erfolgreich weiter, z. B. in der Werkrealschule oder den verschiedenen Berufsfachschulen und erhielten oftmals Preise und Auszeichnungen. Die Schule vor Ort mit ihren spezifischen Rahmenbedingungen, die Vernetzung mit Kirchen, Vereinen, Institutionen und weiteren Kooperationspartnern, ermöglichen ein engmaschiges Begleiten und individuelle Eingehen auf die Lernenden.

 

Auch zukünftig werden wir unsere Schülerinnen und Schüler im Rahmen unserer Gegebenheiten bestmöglich fördern. Dass einzelne Schüler Lernschwierigkeiten haben, sehen wir als eine besondere Herausforderung an, der wir nachhaltig und konsequent begegnen. Eltern und zahlreiche Kooperationspartner, sowie die Fördervereine der Schulen sind uns hierbei eine wesentliche Stütze. Wir freuen uns auf weiterhin gute Zusammenarbeit in unseren Gemeinden und der Region.